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Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an das verblüffte Gesicht meiner inzwischen leider verstorbenen Oma, als sie selbiges über die WebCam live auf dem LapTop-Monitor sehen konnte. „Das ist doch Zauberei...“ Diesen Ausruf des Erstaunens, den meine Oma damals ausrief, habe ich inzwischen schon sehr oft gehört. Besonders von der älteren Generation, die absolut nicht mehr in unser digitales, respektive binäres Zeitalter hineinwachsen, oder eher etwas despektierlich formuliert - hineinschrumpfen wird. Nichts für ungut. Für jene wird jeder Computer immer mit Zauberei verbunden bleiben, also eben ein „zauber-computer“ sein.

Nun macht ein Computer im Grunde nichts anderes, als in unvorstellbar häufigen und schnellen Abfolgen schier unzählige Schalter entweder an- oder auszuknippsen. Nun sitzen da nicht unzählige kleine Männlein und drücken einen Schaltknopf, sondern elektronische Bauteile der modernen Halbleitertechnik werden durch Spannungsimpulse dazu gezwungen, dies ohne andere mechanische Einwirkungen von ganz alleine zu tun. Das heißt natürlich auch, ohne Strom nix los. Da hört der Zauber dann schon relativ schnell auf. Jeder, der sein wichtiges Textdokument lange nicht zwischengespeichert hatte und einen plötzlichen Stromausfall erleben musste, wird da ein Lied von singen können.

Doch nicht nur die Generation, welche sich Computertechnik gar nicht vorstellbar machen kann, muss das alles als Zauberei betrachten. Auch Pioniere der digitalen Ära lassen sich durch die rasante Entwicklung dieser Technik bis zum heutigen Tag auch schonmal zu oben genannter Aussage hinreißen. Selbst wenn man den technischen Fortschritt auf diesem Gebiet inzwischen in so manches gesetzmäßige Korsett gezwängt hat, ist die Entwicklung der Leistungsfähigkeit von elektronischen datenverarbeitenden Anlagen selbst für mit dieser Technik aufgewachsene Menschen fast unvorstellbar geworden. Ist es am Ende doch alles Zauberei?

Ein modernes Rechensystem ist heute in der Lage, innerhalb von einer Sekunde Milliarden einzelner Ja-Nein-Entscheidungen zu treffen. Also einen Schalter an- oder auszuschalten. Und trotz allem ist die sogenannte künstliche Intelligenz (KI) bei ihrer prognostizierten Entwicklung ein wenig in den Startlöchern stecken geblieben. Denn auch wenn unsere Zauber-, respektive Super-Computer inzwischen jeden noch so guten Schachprofi der Welt schlagen können, bleibt das menschliche Gehirn bei vielen eher einfachen Logikaufgaben dem eines rein rechnenden Prozessors immer noch weit überlegen. Dazu müssen wir unsere Welt wohl selbst erst noch viel besser verstehen lernen.

Ist es nur eine Illusion oder eine Frage der Zeit, bis sich entgültig entscheidet, dass der wahre Zauberer nicht mehr der Mensch, sondern die Maschine ist? Besonders im Bereich der Magie gibt es Tricks von berühmten Illusionisten, welche über Jahrhunderte überliefert wurden und die auch der leistungsfähigste Zauber-Computer einfach nicht berechnen kann. Und trotzdem verblüffen sie immer wieder das Publikum. Das ist doch wirklich Zauberei, oder?

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